Warum darf ich nicht bei meinem Kind sein?!

Hallo meine Lieben!
Schön, dass ihr wieder da seid.

Heute haben ich mal ein ernstes Thema welches mir persönlich stark am Herzen liegt..

Ich gewähre euch einen tiefen Einblick in mein Privatleben und hoffe zu diesem Thema viel Zuspruch zu bekommen, denn es betrifft nicht nur mich, sondern sehr viele Mütter.

Meine Leser & Follower haben es sicher schon mitbekommen, ich bin Mutter eines wundervollen mittlerweile 1 Jährigen Sohnes (hach wie die Zeit vergeht.. )

Natürlich ist er der hübscheste und bravste von allen hihi und das Beste Kind der Welt 😉
Falls ihr euch wundert, warum ich meinen Kleinen auf Insta, Facebook & Co. Nie „präsentiere, ich halte einfach nichts davon.
Diese Bilder sind für immer in den weiten des Internets unterwegs und so gut wie jeder hat Zugriff darauf oder kann diese Speichern.. und ich möchte die Privatsphäre meines Kindes einfach wahren!
Natürlich ist diese Entscheidung alles Eltern selbst überlassen, ich verurteile es nicht wenn andere Bilder ihrer Kinder hochladen und schaue mir die süßen kleinen Engelchen auch gerne an :)

So nun aber zum eigentlichen Thema!

Unser Kleiner ist ein Wunschkind und wir sind überglücklich, dass es so schnell funktioniert hat.

Vor der Geburt war ich Vollzeit Berufstätig und allgemein war ich in meinem Leben noch nie arbeitslos.

Bei meinem Mann ist es ganz genauso.

Als wir von der Schwangerschaft erfuhren war die Freude natürlich grenzenlos und wir blickten positiv in unsere Zukunft zu dritt.

Relativ schnell kam dann aber die ernüchternde Wahrheit.. Anträge, Formulare alles Mögliche wollten diese Ämter von uns wissen – der Papierkram war wirklich belastend aber nicht das Grösse Übel!

So hatte ich vor der Geburt eine relativ gutes Gehalt und danach sollte ich gerade einmal 65% davon erhalten.. und das auch nur für 10 Monate! (Da in den ersten beiden Monaten, das Mutterschaftsgeld angerechnet wird)

Wow.. für mich war das ein echter Schock, man entwickelt in einigen Jahren ja dann doch einen gewissen Lebensstandard – wobei wir aber davor auch nicht gerade in Saus & Brausepulver gelebt haben xD
Auf einmal knapp 700 Euro weniger zur Verfügung zu haben war eine enorme Umstellung – aber Ok, wir haben es geschafft und es gibt ja wirklich genug Menschen die weitaus weniger zum Leben haben!

Welcher Punkt mich wirklich schockt, ist, dass man diese „Unterstützung“ gerade mal 1 Jahr erhält!
Klar man könnte es sich auch auf 2 Jahre aufteilen, aber so wären wir monatlich einfach nicht ausgekommen, auch wenn wir noch so sparsam gelebt hätten.

Desto näher das Ende meiner Elternzeit rückte, umso stärker zerbrach ich mir den Kopf wie es weiter gehen sollte.
Ich wurde regelrecht depressiv, bei dem Gedanken mein 1 jähriges Kind allein in einer Kinderkrippe zu lassen (wenn man denn überhaupt einen Platz bekommt) – ich habe deswegen wirklich Nächte lang geweint..

Aber wie sollte es sonst gehen?
Ohne mein zusätzliches Einkommen, reicht unser Geld einfach nicht..

Immer wieder hatte ich das Gefühl bestraft zu werden, dafür das ich Mutter geworden bin..
Okay, ich verstehe die Frauen, die sich nach einem Jahr freuen, beruflich voll durchzustarten und gönne es Ihnen!
Aber was ist mit den Müttern, die ihr Kind mit einem Jahr noch nicht in fremde Hände geben möchten?

Haltet mich für eine Glucke, aber in meinen Augen ist das einfach zu früh!
Niemand, wird mir diese ersten Jahre je zurück geben!
Und das macht mich wütend und traurig zugleich.

Meine Mutter ist vor langer Zeit gestorben und meine Schwiegermutter ist selbst Vollzeit berufstätig.. es gibt also keine Möglichkeit mein Kind innerhalb der Familie unterzubringen.

Für manche von euch sind die genannten Dinge vielleicht „Luxusprobleme“.. für mich aber ist es tatsächlich eine starke psychische Belastung.

Ich finde es vom Staat einfach grausam, Mütter zu so etwas zu zwingen.
Dem Staat ist sicher bekannt, dass heutzutage ein Gehalt einfach nicht mehr reicht.

Nun ist es bei mir schon zu spät, ich denke aber oft an die Mütter denen es genauso geht wie mir, die vielleicht ebenfalls deswegen mit Depressionen zu kämpfen haben.

Ich habe ja vorhin kurz erwähnt, dass nicht alle einen Krippenplatz erhalten.
Die Plätze sind knapp und meist muss man sich schon vor der Geburt auf einer Warteliste eintragen..

Als ich vor kurzem mit meinem kleinen auf dem Spielplatz war, unterhielt ich mich mit einer anderen Mutter über dieses Thema.

Sie brach in Tränen aus und teilte mir mit, dass sie keine Krippenplatz bekommen hätte, im Juli aber mit der Arbeit beginnen müsste und nicht weiss was sie tun soll.

Ich War geschockt, eine Frau die so verzweifelt war, dass sie vor mir, einer völlig Fremden, weinte.
Dieser Moment hat mich wirklich stark berührt..

Ich muss zugeben, Deutschland ist, was soziale Leistungen angeht ganz weit vorne!
Es gibt viele Länder in denen die Menschen bei Arbeitslosigkeit usw. echt im Regen stehen gelassen werden!
Und auch das Kindergeld ist keine Selbstverständlichkeit!

Trotzdem finde ich es grausam, eine Mutter mehr oder weniger zu zwingen, ihr Kind nach Einen Jahr irgendwo unter zu bringen..

Wir sind nicht Arbeitslos und wir sind nicht zu faul um zu arbeiten!
Wir sind Mütter und möchten einzig und allein bei unseren Kindern sein!
Wir haben sie bekommen um uns um sie zu kümmern, nicht um neue Rentenzahler zu schaffen!

Schluss mit dieser Grausamkeit, lieber Staat – gewährt Müttern MINDESTENS 2 Jahre bezahlte Elternzeit.

Danke für eure Aufmerksamkeit!
Dieser Beitrag war diesmal sehr privat und es war nicht einfach so viel über meine Gedanken und psychischen Belastungen Preis zu geben, aber ich möchte nicht länger darüber schweigen.

 

Für alle, die ebenfalls gerne ein Zeichen setzen möchten.. zeigt mir auf Instagram, Facebook.. wo immer ihr wollt, euren schönsten Moment als Mutter!

Bitte verwendet #lasstmichmuttersein damit ich euch auch finde :)

 

Gerne könnt ihr mich auch verlinken!

 

 

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4 Kommentare

  1. Hallo,
    ich kann Dich und Deine Gedanken so gut verstehen… Mir ging es damals auch so – mein Kleiner war gerade ein Jahr alt, als ich wieder voll einsteigen musste… Wir waren jedoch in der Situation, dass mein Mann gesundheitsbedingt zu Hause bleiben musste und unsere Kinder betreuen konnte. Beide sind mit 3 in den Kindergarten gekommen – und mussten gleich in Vollzeit da bleiben….
    Liebe Grüße
    Anke

    1. Danke für deinen Kommentar – da hattet ihr ja dann sozusagen Glück im Unglück.. :) trotzdem war es sicher sehr schwer für dich!

  2. Du sprichst mir aus der Seele und ich habe wenigstens das Glück das meine Maus ab November von beiden Omas betreut werden kann aber immom möchte ich darüber nich garnicht nachdenken

    Gvlg silke

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